Erweiterungen für Gnome Shell 3.6

Seit Ubuntu 12.04 hatte ich Unity im Einsatz und war glücklich damit. Mit gefällt das Konzept mit Dash, Launcher, Globalmenu etc. Auch das HUD ist ein netter Ansatz, auch wenn ich diese Funktion nie genutzt habe.

In der letzten Zeit hat mir Unity jedoch keinen Spaß gemacht, das sich mein fast vier Jahre altes Notebook damit „träge“ anfühlte. Dazu war ich noch von dem Memory Leak bei Compiz betroffen, was mich auch geärgert hat.

Auf der Suche nach einer neuen Desktopumgebung bin ich bei der Gnome Shell 3.6 gelandet. Die Gnome Shell läuft bei mir viel flüssiger und verfolgt einen ähnlichen Ansatz wie Unity.

Von Haus fehlten mir dort einige Features, die man zum Glück mit kleinen Erweiterungen/Extension nachrüsten kann.

Hier kommt eine Liste meiner verwendeten Extension.

  • Quicklist:
    Diese Extension bringt die Quicklists aus Unity in die Gnome Dash zurück. Die Version unter dem oben genannten Link funktioniert mit Gnome Shell 3.6 nicht, jedoch gibt es auf der Homepage des Entwicklers eine funktionierende Version:
    http://code.google.com/p/quicklists-gnome-shell-extension/
  • TopIcons:
    Gnome Shell zeigt die Tray Icons in der Standard Konfiguration nicht oben in der Leiste sondern erst nach Aufruf der Shell unten in einer dicken extra Leiste. Eine neue Sticky Note zu erstellen, oder einen Titel im Last.fm Player weiter zu schalten wird dadurch umständlich. TopIcons bringt die Icons wieder oben die Leiste
  • Status Area Horizontal Spacing:
    Diese Extension verkleinert den Abstand der einzelnen Icons in der oberen Leiste.
  • Multiple Monitor Panels:
    Von Haus aus ist die Gnome Shell nicht für den Betrieb an mehreren Monitoren ausgelegt. Ich arbeite jedoch die meiste Zeit an zwei Bildschirmen und hätte auf jedem Schirm das Panel. Diese Erweiterung löst das Problem zum größten Teil. Man kann das Panel auf den zweiten Monitor schalten. Ein paar kleine Schönheitsfehler gibt es jedoch. So haben alle installierten Extension nur Einfluss auf ein Panel, das andere bleibt von den Extensions unberührt. Die Worspaces werden getrennt voneinander angezeigt und die Shell öffnet immer nur auf dem primary Monitor, auch wenn auf dem secondary Monitor gearbeitet wird und von da aus die Shell aufgerufen wird.
  • Media Player Indicator:
    In Unity sind die Steuerungen für die Media Player unter dem Sound Menu erreichbar. Diese Extension macht dies auch in der Gnome Shell möglich. Hierbei gefällt mir besonders gut, dass ich den in Banshee gespielten Titel direkt bewerten kann. Dies geht bei der Unity Variante nicht.
  • Caffeine:
    Caffeine deaktiviert auf Wunsch den Bildschirmschoner. Ich nutze diese Extension sehr oft, denn bei mir schaltet sich der Bildschirm automatisch nach zwei Minuten Inaktivität ab und wird gesperrt. Im Vergleich zu der Unity Variante spare ich mir hier sogar noch einen Klick.
  • Maximus:
    Ein Vorteil von Unity ist die Platzersparnis durch das globale Menu und der ausgeblendeten titlebar bei maximierten Fenstern. „Maximus“ entfernt diese titlebar in den Gnome Shell und schafft dadurch etwas vertikalen Platz. Etwas ärgerlich ist, dass man nicht mit einem Doppelklick auf die titlebar das Fenster wieder „Wiederherstellen“ kann. Dazu muss man einen Tastatur Shortcut (Strg+Super+Down) verwenden oder das Fenster mit der linken Maustaste in der menubar packen und nach unten ziehen.
  • Workspaces to Dock
    Workspaces to Dock zeigt auf Wunsch die ganze Zeit die Arbeitsflächen und ermöglicht somit einen Überblick über die, auf die einzelnen Arbeitsflächen verteilten Anwendungen, ohne die Shell zu öffnen. Ich habe die Erweiterung in den „Intellihide“ Modus geschaltet. Hierbei wird die Arbeitsflächenübersicht immer dann angezeigt, wenn Fenster im Vordergrund nicht maximiert ist und die Übersicht nicht verdecken würde.
  • Alternative Status Menu:
    Diese Erweiterung fügt „Bereitschaft“ und „Ruhezustand“ in das Statusmenu ein.
  • Remove User Name:
    entfernt den Benutzernamen im Panel
  • Gnome Shell Extension Weather by Neroth:
    eine Alternative Wetter Erweiterung, bei der man mehrere Orte hinzufügen kann. Optisch sehr schön gemacht

Jetzt ist die Gnome Shell für mich brauchbar.

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