Kupfer, mein Gnome-Do Nachfolger

Lange Zeit habe ich Gnome-Do als Anwendungsstarter verwendet. Es hat das gemacht was es sollte und arbeitete auf meinem System recht stabil. Vor ein paar Wochen bin ich dann auf Kupfer aufmerksam geworden. Ein paar Stunden später hatte ich Gnome-Do von meinem System gelöscht.

Die Unterschiede zwischen Kupfer und Gnome-Do

Dies wird kein richtiger Vergleicht. Ich zeige nur ein paar Unterschiede zwischen den beiden Programmen, die für mich ausschlaggebend für den Wechsel waren.

Kupfer ist nicht nur an Anwendungsstarter, sondern verfügt noch über zahlreiche Plugins, die von Haus aus installiert sind. Gut, Gnome-Do hat auch Plugins, jedoch ist die Bedienung von Kupfer wesentlich einfacher.

Hier mal ein Beispiel:

Eine Datei suchen und öffnen

Beide Programme verwenden „locate“ um nach Dateien zu suchen.

Datei Suche bei Gnome-Do:
Ich rufe Gnome-Do auf und schreibe „locate„, dann drücke ich „Tab“ und gebe den Suchbegriff ein. Nun erscheint eine Liste aus denen ich die gesuchte Datei auswählen kann.

Datei Suche bei Kupfer:
Bei Kupfer drücke ich „.“ und gebe in das erscheinende Feld meinen Suchbegriff ein, jetzt drück ich auch „Tab“ und kann dann dann mit den Pfeiltasten die Aktion aussuchen die ich haben will, in meinem Fall „Datei finden„. Jetzt werden die Suchergebnisse angezeigt.

Wenn ich das Tracker Plugin verwende geht alles noch viel schneller. Ich muss nur den Dateinamen eingeben und bekomme direkt eine Liste mit den Suchergebnissen angezeigt.

Kupfer ist bei der ganzen Bedienung konsequenter. Ich gebe immer zuerst den „Suchbegriff“ ein, wechsel mit der Tabulator Taste auf die nächste „Ebene“ und wähle dort die Aktion aus. Bei Gnome-Do wird dies nicht zu konsequent gehandhabt. Will ich eine Anwendung starten gebe ich zuerst den „Suchbegriff“ ein. Will ich ein Plugin ansprechen, muss ich dies zuerst mit einem Kommando machen und kann dann in durch Drücken der Tabulator Taste meinen „Suchbegriff“ eingeben.

Für manche mag die nur ein kleiner Unterschied sein, für mich ist dadurch die Bedienung schneller geworden.

Außerdem baut Kupfer einen frei anpassbaren Katalog von Dateien, Befehlen und Dokumenten auf, auf diese man über Kupfer einen schnellen Zugriff bekommt. So kann ich ziemlich schnell einen gewünschten Ordner oder eine Datei öffnen ohne mich durch Nautilus klicken zu müssen.

Was alles katalogisiert werden kann, könnt ihr hier mal sehen.

Was sonst noch alles mit Kupfer geht wird in einem Screencast gezeigt:

Gut, den „Kommatrick“ habe ich hier nicht erwähnt, denn für mich ist die Möglichkeit, mehrere Anwendungen gleichzeitig zu öffnen nicht so wichtig.
Eine kleine Anleitung zu Kupfer, allerdings auch auf English gibt es dann noch hier: http://live.gnome.org/Kupfer/Tips

Kupfer installieren

Für Kupfer gibt es schon ein PPA, so dass die Installation innerhalb von ein paar Sekunden gemacht ist.

sudo add-apt-repository ppa:kupfer-team/ppa && sudo apt-get update
sudo apt-get install kupfer

2 Gedanken zu „Kupfer, mein Gnome-Do Nachfolger

  1. Mit dem Kommatrick kann man nicht nur mehrere Anwendungen starten (finde ich auch nie nützlich), es geht überall: zwei oder mehrere dateien mit Komma markieren, dann „Kopieren nach ..“ oder „Archiv erstelllen“ wählen (zum Beispiel). Der Trick sollte überall wo sinnvoll funktionieren können, sogar (Mehrere dateien) -> Kopieren nach -> (Mehrere Verzeichnisse) oder (Mehrere Dateie) -> In Email Schicken Zu -> (Mehrere Kontakte). Das letzte beispiel sollte gut funktionieren zB mit Claws Email.

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